20.08.2016

E&A7: singelhandet

Nach einem ausgiebigen Erkundungsmarsch am gestrigem Abend, ist mein Bootsmann heute Mittag von Ute und Emma schangheit worden. Nun ist die “di Lemmer“ noch eine Ecke größer ;-)

Eunige Pocken habe ich vom Wasserpass geschrubbt, frisches Benzin ist an Bord genommen und wenige Verpflegungslücken geschlossen.
Zeit zum auslaufen, doch gerade als ich dran denke Richtung Schlei zu schleichen, fängt es an zu tröpfeln. Heute spielen hier auch noch zwölf Newcomer-Bands um die Wette und der 7/11 will ich auch noch ein Besuch abstatten. Also wohl doch ein Hafentag in good old Damp.

Heute Nachmittag habe ich mir noch die Neuerungen der 7/11 angeschaut. Dazu gab es ein Bierchen und ein strategisches Kartenspiel zu viert. Irgendwas mit Bonen?! Ich habe verloren, doch statt mich lange zu ärgern freue ich mich auch gedankenlahm zu sein. Komplette Entschleunigung (das Wort kennt mein Handy bzw. die Autokorrektur gar nich), so soll Urlaub sein :-)

19.08.2016

fleißiger Rudi

Erst hat er heute während der Überfahrt von Bagenkop nach Damp das Deck geschrubbt, dann ist er im Hafen unters Boot getaucht um Pocken, Muscheln und Algen um den Loggeber zu beseitigen. Mit Taucherbrille und Schrubber bewaffnet ging es ins nur 15° kühle Wasser um diese heroische Leistung abzuliefern.

Was für ein bescheidener Wendewinkel

Gerade wollten wir mal wieder den Motor starten, stellte ich leider fest das der Schaltbowdenzug gebrochen ist. Nach 45min. ist nun ein neuer eingebaut. Jetzt habe ich nur noch einen ganz alten halb angebrochen als Ersatz. Das muß sich schleunigst ändern. Von der Reperatur gibt's kein Bild. War genervt und hatte schmierige Hände. Rudi mußte steuern.

E&A6: Algenpest

Schon heute morgen lud das Wasser im Hafen nicht zum baden ein, aber selbst auf offener See gibt es diese Würmchen die sich verklumpen. Denke die sind grünlich-weißlich-gelblich.
Um 8uhr legten wir ab. Nun motoren wir von einer Windkante zur nächsten um zwischendurch 10min segeln zu können.
1. Frühstück gab es auch schon.

6SM von Bagenkop entfernt war ein mächtigerAlgenstreifen an der Wasseroberfläche auszumachen. Dahinter ist das Wasser frei von Algen. Phänomenal.

18.08.2016

Hitparade

Dank WLan wünschen wir uns gegenseitig Songs. Der der abspielt, darf aber die Version bzw. den Interpreten aussuchen. Nun, nach 3h sind wir doch wieder bei Fury live von CD gelandet. Dazu gibt's Cola und Rum und Limette und ... gute Laune.

Heute waren wir “auswärts“ essen

Wir schnappten uns den frischen Einkauf und unsere sieben Sachen und schlenderten zu den Grillhütten. Kartoffler gekocht, Fleisch und Zwiebeln gegrillt, dazu Tomater und Cremefraiche = LECKER!

A&E5: BigBeltThiories

Nach dem gestrigen feudalen Dinner (wie fast immer) ging es noch auf Nachtcachingtour mit 100% Erfolgsquote.
Heute wollte ich erst früh los, warf dann aber noch ein Blick auf die Strömungsvorhersage. Also doch lieber bis Mittags warten. Trotzdem hatten wir die erste Stunde 1-2knt Strom gegenan. Nur unter Genua kreuzten wir mit 4-5knt vor dem Wind durchs Wasser, machten aber nur die hälfte über Grund gut. Später wurde es besser, aber Rückenstrom gab es kaum.
Nun sind wir wieder in Bagenkop gelandet. Mal wieder Frisches fürs Dinner besorgt giebt es nun unser verdienten Anleger, oder auch zwei.
Achja fast vergessen, durch die geschenkte Zeit am morgen konnte ich noch mal auf Erkundungstour gehen. Frühstück viel auch ausgiebiger aus.

17.08.2016

Dinner auf di Lemmer

E&A4: MS di Lemmer

Heute ging es via Motorkraft über den Großen Belt nach Spodsbjerg. 3h.
Inzwischen gab es ein Cheesburger als Zwischendurchsnack, der Loggeber wurde gereinigt, der Benzintank aufgefüllt und der Reservekanister ist auch wieder betankt. Tankstelle und kleiner Supermarkt sind hier nur 250m entfernt. Die Sanitäranlagen kommen uns nach dem morgentlichem Schock den Rudi erlitt als er sich das “Herzhäuschen“ genauer betrachtete, Er kam würgend rausgestürmt und mußte schlagartig gar nicht mehr, echt luxuriös vor.
Spodsbjerg ist ein Anglerhotspot, aber echt nett.
Achja, heute morgen auch noch gecashed und ein kleines Mäuschen aus einer Gartenbadewanne befreit.

Ein Steg, nur für uns

16.08.2016

E&A3: Manchmal ist ein Tag ...

... ein ganzer Urlaub. Bei Sonne aufgestanden. Sanitäranlagen besucht, eine geraucht und mich noch mal kurz hingelegt. Dann war es nebelig und mein Händy zeigte 3% Ladung, obwohl es die ganze Nacht am Bordnetz hing. Schiede, da ist wohl der Akku hin. Also Planänderung. Nach nem Gutenmorgenkaffee tasteten wir uns den Tonnen entlang nach Nakskov. Nach ner guten Motorstunde legten wir direkt in der Stadt an. Frühstück! Dann besuchten wir die Shoppingmeile und hielten ausschau nach einem Elektoladen. Der Pannasonikshop konnte mir nicht weiterhelfen. Ein Händydocktor bot an mir bis morgen Mittag einen Akku zu besorgen an. Ich überlege es mir war die Antwort. Nach etwas Shoppen und dem Kirchenbesuch kehrten wir zurück an Bord. In der Zwischenzeit hing mein Händy an einem anderen Ladekabel und zeigte nun erfreuliche 70%. Huch, es liegt am Kabel?! Auch, der Akku ist nicht mehr ganz frisch, aber mit inzwischen neuen, beim Händydoc erstandenem, langen Ladekabel kann ich gut mit der Situation leben.
Kaum hatten wir übrigens die Stadt erreicht, wurde es deutlich heller und klarer.
Nach Stadt stand eine unbewohnte Insel mit Burgruine auf dem Zielezettel. Das Anlegemanöver brach ich ein mal ab um doch mit der anderen Bugseite längsseits zu gehen, klappte dann aber trotz auflandigem Wind und mit dänischer Hilfe ganz gut. Die Eroberung der Burg feierten wir mit einer Zigarette und je einem halben Bier. Bei Windstille und Sonne wären wir vielleicht geblieben, aber so wollte ich nicht liegen bleiben.
Nicht nur auf Sylt (LiGrü an Ute) gibt es einen Ellenbogen, auch hier in der Nähe. Also weiter geht's. Kaum passierten wir eine 2m flache privat ausgebaggerte Rinne, kam die Sonne hervor und zeigte uns eine wundervolle Bucht. An einem Steg liegen wir mit einem dänischen Motorboot recht einsam. Herrlich! Echte Natur, auch bei den Toilennen. Strom und Wasser gibt es natürlich auch nicht. Trotzdem wir bleiben hier. Es gibt noch so viel zu entdecken. Wobei Leichtturm, Fischerhüttchen, Aussichtsraum mit riesigem Fernglas und einiges mehr habe ich schon entdeckt.
Gleich wird selbst gekocht. Kartoffler mit Käsequarkdip und TatenGurkeZwiebel-Salat.

15.08.2016

E&A2

Heute ging es übern großen Belt. Gefunden haben wir ein Idyll namens Langö. Ein netter alter dänischer Privatfischer dem ich seine Leinen anreichte hat uns gleich den Zugangscode zum Clubhaus verraten. Echt schick. Sogar gekühltes Bier für 7DKr im Kühlschrank. Danach schlenderten wir durchs Dorf und besuchten nach kurzen Umwegen die Kirche. Diese trägt zwar kein Kreuz, aber ein Votivschiff hängt drin. Auf dem Rückweg haben wir noch Figuren am Straßenrand endeckt, ein Apfel vom Baum probiert (war aber noch zu sauer) und zum Abschluß gab es Fischfilet mit Pommes von den ansässigen Fischern. Nun Sundowner an Bord.

Achja, für Boot über 2m Tiefgang wird es echt eng!
Heute morgen war ich noch etwas gnaddelig weil der Sommer nicht mit mir aufgestanden war, aber ab mittag wurde Laune und Wetter immer besser. Nun ist schon fast Urlaubsfeeling.

14.08.2016

Plichtbodenbeleuchtung

Die Idee kam mir als ich letztens auf der Gioia einen netten Abend verbrachte. Meine Variante ist sogar fernbedienbar und dimmbar. Denke gut angelegte 10,90€ (inkl. Portp)

Abendstimmung

E&A1

Entspannung und Abenteuer. Los ging es gegen 10:42uhr. Der ersten Regenfront konnten wir noch gerade so davonsegeln, die zweite war riesig und wir hatten kein Chance zu entfliehen. Wir wurden geduscht. Süß- und Salzwasser. Es gab einige unschöne Böen und kappelige Wellen. Inzwischen ist es heiter bis wolkig und wir haben die Grenzte überschritten. Juhu DK. Noch 12SM bis BK. Immer noch schaukelig.
Nach 7,5 überwiegend schaukeligen Stunden und 32SM sind wir in Bagenkop angekommen. Nach nem Anlegebierchen ging es zu Hotdog und Pommes in den Imbiss. Noch ne Runde Streetdart und das soll es schon fast gewesen sein. Sommerlich ist anders, aber wir sind los und sogar in DK!



13.08.2016

Auslaufklar?!

Die “di Lemmer“ ist klar, ich bin es noch nicht. Mir ist herbstlich zumute. Hoffe heute Abend bei der Party meiner Lieblingsschwägerin ein wenig Urlaubsfeeling aufzuschnappen. Morgen wollen wir mindestens los. Wir sind in diesem Fall mein Bootsmann Z. (Rudi) und ich. Ziel: Entspannung und Abenteuer :-)

10.08.2016

Frische in der Koje

Etwas gebastelt wurde auch noch, aber das zeige ich mal zu einer späteren Stunde.

06.08.2016

Klamotten & Ko...

...chutensilien. Beim letzen Kochen fehlte mir Rotwein an Bord. Dank meiner lieben Mutti ist nun diese Lücke geschlossen.
Klamottenschapp ist auch wieder (über)voll. Bettzeug ist gerade frisch gewaschen und hängt auf der Leine.

05.08.2016

Der Countdown läuft

Sieben bis acht mal werden wir noch wach, heißa dann ist Auslauftach. Getränke und Wasser sind schon an Bord. Der Klamottenbestand aufgenommen. Hier muß wieder ergänzt werden. Die ein oder andere Verpflegungsaufstockung steht noch aus. Getankt ist auch schon.
Ich habe da so eine Idee wohin es gehen könnte. Diese wird aber nicht verraten.

Name des Törns? rätselhaft? Weiß noch nicht. Geht es in die Schlei, vielleicht schleierhaft?

03.08.2016

Rückblick dWe2016 (Seefahrer-Mythen)


Es war fast alles dabei! Seefahrer-Mythen die einige Seeleute nie zu Gesicht bekommen. Ich habe auf dem Törn von Lippe nach Orth die „drei Schwestern“ (3 aufeinanderfolgende Wellen mit je 1,5m Kammhöhe, wobei die durchschnittliche Wellenhöhe nur bei 70-80cm lag) getroffen.
Ein außergewöhnliches Gewitterspektakel über 5Stunden hinweg, welches sich in Großenbrode über den halben Horizont erstreckte. Zum Glück war ich gut vertäut im Hafen.
Nach einer Flautenüberfahrt von Grömitz steuerte ich Boltenhagen an. Keine Seemeile vor der sicheren Hafeneinfahrt verschwanden von jetzt auch gleich der Hafen und das Land aus meinem Blickfeld. Starkregen mit mindestens 8er Böen. Sichtweiten von unter 100m (oder noch weniger). Ich denke hier darf von einer "weißen Wand" gesprochen werden.
(leider war es mir unmöglich davon ein Foto zu machen!)
Es gab aber auch Phasen bei denen eine Null mein GPS-Display zierte. Trotz Vollzeug (komplettes Großsegel + Genua II) war kein spürbares Vorankommen zu erahnen, nicht einmal eine Drift oder Strömung herrschte vor.  Dazu blauer Himmel und Sonne satt. Denke dies als "bleierne Flaute" bezeichnen zu dürfen.
Dazu gab es auch ideale Segelbedinungen bei denen die „di Lemmer“ permanent über ihrer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit durch die Ostsee pflügte. Dies sogar bei einem Amwindkurs! Oder eine zehn Stunden anhaltende Backstagbriese welche ein Gefühl von Langfahrtsegeln bescherte.